Schlagwort-Archive: Poesie

Textzaubermädchen

Alin Coen

Anspieltipps: „Wolken“, „Ich war hier“, „Festhalten“

Alin Coen ist der weibliche Philipp Poisel (s. erster Blog-Eintrag). Beide haben jedenfalls eine ähnliche Weise zu texten und zu singen. Klar, dass beide schon Duett gesungen haben. Die gebürtige Hamburgerin bereiste die Welt und lebt nun in Weimar. 2007 gründete sich die Alien Coen Band. Das lang ersehnte Debütalbum „Wer bist du?“ erschien drei Jahre später. Die schöne, burschikose Coen ist goldig, wortgewaltig und bettet den Zuhörer sanft in wunderschöne Melancholie. Anzunehmen, dass sie sowohl Männer als auch Frauen verzaubert. Ich habe mich soeben verliebt.

http://www.myspace.com/alincoen    +   Videos auf youtube  –> Alin Coen

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Größter Rapper wirft das Handtuch

Curse

Anspieltipps: „Freiheit“, „Und was ist jetzt?“

Curse, geboren am 6. September 1978, heißt mit bürgerlichem Namen Michael Sebastian Kurth. Abgeleitet von seinem Namen entstand der Künstlername Curse, was englisch Fluch bedeutet. Curse ist zweifellos einer der besten Rapper Deutschlands. Seine Texte sind politisch, gesellschaftskritisch und dabei direkt und leidenschaftlich. Sie sind gezeichnet von tiefen Emotionen, jeder Reim sitzt perfekt: „Rap ist Musik, Musik ist Kunst und Kunst hat ihren Preis.“ Der Rapper mit dem Skorpion als Erkennungszeichen hat fünf Alben produziert und bereits mit vielen anderen Musikern zusammen gearbeitet, unter anderem: Kool Savas, Xavier Naidoo, Max Herre, Samy Deluxe und Gentleman. Im Oktober 2010 gab Curse in einer Art Brief an seine Fans über seine Website bekannt, dass er seine 10-jährige Rap-Karriere nicht fortsetzen wird. Zum Glück hat Curse aber nur dem Rap den Rücken zugewandt und ist nicht ganz weg vom Fenster. Er möchte sich neu erfinden. Das bevor stehende Projekt heißt „The Achtung Achtung” und soll vorerst geheim bleiben.

http://curse.de/
http://de.myspace.com/cursearr

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Sie wirft mit Liebe nur so um sich

Ulla Meinecke
Anspieltipps: „Die Tänzerin“, „Nie wieder“

Ich war 13 Jahre, als ich im CD-Regal meiner Mutter stöberte und auf ein Album von Ulla Meinecke stieß. Von diesem Augenblick hörte ich die Songs in Endlosschleife. Udo Lindenberg war es, der Meinecke einst ermutigte, Musik zu machen. Klasse! Auch noch heute ist sie im Musikbusiness vertreten. Ihre Diskographie umfasst inzwischen 15 Alben. Ich kenne nur eines, das, mit der Tänzerin auf dem Cover. Und noch immer höre ich es rauf und runter. Ihre Lieder „Nie wieder“, „Heißer Draht“, „Feuer unterm Eis“ machen, dass Liebeskummer noch ein bisschen mehr weh tut. Was Meinecke so einzigartig macht? Wenn sie singt, liegt so viel Gefühl und Erotik in ihrer Stimme, dass man sich fragt, warum zur Hölle man sich so viel piepsige und inhaltslose Radiomusik antut („Tik Tok“, „Blah Blah Blah“), ohne dabei vor Frust die Antenne abzubrechen?! Einfach mal wieder zu den alten Records greifen und nicht genug davon bekommen können!

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Songtexte brauchen Farbe

Maeckes

Anspieltipp: „Graustufenregenbogen“

Wer sagt eigentlich, es gäbe nicht viele gute deutsche Bands und Sänger? Bei meiner Recherche nach guten Texten bin ich jedenfalls auf diesen hier gestoßen: Maeckes. Der Rapper (1982 bei Stuttgart geboren) hat Charisma, große blaue Augen und interessante Texte. 2010 wurde der Song Graustufenregenbogen über das Online-Portal schülerVZ veröffentlicht. Es ist die erste Single aus dem Album „KIDS“ und handelt vom Sehnen nach dem einfachen Glück der Kinder. „Kindisch bedeutet für mich, in einem bestimmten Moment genau das zu tun, was man möchte.“, sagt Maeckes in einem Interview. Man darf sicher gespannt sein, was man in Zukunft noch so von ihm hören wird. Denn eines steht fest: Da ist noch viel Platz nach oben.

http://www.myspace.com/maeckes237

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Ein poetischer Rebell

Pascal Finkenauer
Anspieltipps: „Zu glatt“, „Mittendrin“

(1977 in der Nähe von Mainz geboren) ist auch deutscher Sänger und Songwriter – aber auf eine ganz andere Weise als Poisel, der doch mehr der Romantik angehört. Finkenauer ist Sturm und Drang – neu definiert. Radikal. Offensichtlich oder versteckt. Aufmerksam bin ich auf ihn geworden, als ich den Song „An Tagen wie diesen“ hörte, der zusammen mit Fettes Brot entstand. Finkenauer hat drei Alben veröffentlicht. Sein Stil ist schwer zu kategorisieren. Die Texte haben meist eine Botschaft an die Zuhörer oder erzählen von seinen Erfahrungen. Der „postmoderne Liedermacher“ möchte zweifelsfrei etwas bewegen. Dabei will er auch gerne anecken, wachrütteln, dieser Finkenauer. Die Presse bezeichnet ihn als „Punkchansonnier“. Das darf sie. Er macht seine Sache gut und polarisiert. Dabei erfindet er sich immer neu. Er ist eben ein cleverer Rebell. Finkenauer ist so gut, dass man sich manchmal nicht richtig sicher ist, ob man seine Texte richtig klasse findet oder es weh tut …

http://www.myspace.com/pascalfinkenauer/videos

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