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Größter Rapper wirft das Handtuch

Curse

Anspieltipps: „Freiheit“, „Und was ist jetzt?“

Curse, geboren am 6. September 1978, heißt mit bürgerlichem Namen Michael Sebastian Kurth. Abgeleitet von seinem Namen entstand der Künstlername Curse, was englisch Fluch bedeutet. Curse ist zweifellos einer der besten Rapper Deutschlands. Seine Texte sind politisch, gesellschaftskritisch und dabei direkt und leidenschaftlich. Sie sind gezeichnet von tiefen Emotionen, jeder Reim sitzt perfekt: „Rap ist Musik, Musik ist Kunst und Kunst hat ihren Preis.“ Der Rapper mit dem Skorpion als Erkennungszeichen hat fünf Alben produziert und bereits mit vielen anderen Musikern zusammen gearbeitet, unter anderem: Kool Savas, Xavier Naidoo, Max Herre, Samy Deluxe und Gentleman. Im Oktober 2010 gab Curse in einer Art Brief an seine Fans über seine Website bekannt, dass er seine 10-jährige Rap-Karriere nicht fortsetzen wird. Zum Glück hat Curse aber nur dem Rap den Rücken zugewandt und ist nicht ganz weg vom Fenster. Er möchte sich neu erfinden. Das bevor stehende Projekt heißt „The Achtung Achtung” und soll vorerst geheim bleiben.

http://curse.de/
http://de.myspace.com/cursearr

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Mit Musik etwas bewegen?

Nosliw
Anspieltipp: „Nazis raus“

Jetzt kommen wir von Soul zu Reggae/Dancehall. Nosliw ist ein Geheimtipp meines Bruders. Der 1975 in Bonn geborene Nosliw (eigentlich: Eric Alain Wilson) begann 1991 mit englischsprachigem Hip-Hop. Er widmete sich ab 1995 mit seiner damaligen Band D.U.G. (Die Unendlichen Gedichte) dem deutschsprachigen Hip Hop. Nosliw ging auch schon mit anderen deutschen Reggae-Größen wie Seeed oder Gentleman auf Tour. Im März 2009 erschien sein dritter Longplayer „Heiss & Laut“, ein reines Dancehall-Album. Auf die Frage hin, ob er mit seiner Musik etwas verändern könne, sagt er: „Ich glaube, dass ich etwas verändere, weil ich so viele Leute erreiche, dass es bei jemanden funken muss. Das ist einfach mathematisch so.“
Außer für seine Wahrscheinlichkeitsrechnungen mögen wir Nosliw für seine kritischen und durchaus mutigen Texte. Dabei schafft er es, die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit zu halten – und von beidem besitzt er eine große Portion.

http://www.myspace.com/nosliw/music

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Ein poetischer Rebell

Pascal Finkenauer
Anspieltipps: „Zu glatt“, „Mittendrin“

(1977 in der Nähe von Mainz geboren) ist auch deutscher Sänger und Songwriter – aber auf eine ganz andere Weise als Poisel, der doch mehr der Romantik angehört. Finkenauer ist Sturm und Drang – neu definiert. Radikal. Offensichtlich oder versteckt. Aufmerksam bin ich auf ihn geworden, als ich den Song „An Tagen wie diesen“ hörte, der zusammen mit Fettes Brot entstand. Finkenauer hat drei Alben veröffentlicht. Sein Stil ist schwer zu kategorisieren. Die Texte haben meist eine Botschaft an die Zuhörer oder erzählen von seinen Erfahrungen. Der „postmoderne Liedermacher“ möchte zweifelsfrei etwas bewegen. Dabei will er auch gerne anecken, wachrütteln, dieser Finkenauer. Die Presse bezeichnet ihn als „Punkchansonnier“. Das darf sie. Er macht seine Sache gut und polarisiert. Dabei erfindet er sich immer neu. Er ist eben ein cleverer Rebell. Finkenauer ist so gut, dass man sich manchmal nicht richtig sicher ist, ob man seine Texte richtig klasse findet oder es weh tut …

http://www.myspace.com/pascalfinkenauer/videos

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Neuentdeckung: Songwriter mit viel Sehnsucht

Philipp Poisel
Anspieltipps: Für keine Kohle dieser Welt, Wie soll ein Mensch das ertragen

Vor kurzem stieß ich im Internet durch Zufall auf Philipp Poisel, deutscher Sänger, Jahrgang 1983. Poisel wurde von Herbert Grönemeyer entdeckt und unter Vertrag genommen. Poisels Texte sind unglaublich gefühlvoll und ehrlich. Er schafft es wie kein zweiter, mit seinen Worten mitten ins Herz zu treffen und das zu sagen, was man selbst oft nicht auszudrücken vermag. In all seinen Songs wohnt eine Melancholie, eine ganz eigene Sehnsucht inne, die ebenso rauchig und zerbrechlich ist wie seine Stimme. 2008 erschien sein erstes Album „Wo fängt dein Himmel an?“, 2010 folgte „Bis nach Toulouse“. Von diesem Album möchte ich euch das Lied: „Für keine Kohle dieser Welt“ vorstellen und elegant die Verbindung vom Thema Lyrik zum Reisen schlagen.

http://www.myspace.com/philipppoisel

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